Vergangene Ereignisse

 

2011

  • Hauptversammlung TSV Süßen 06.05.2011
  • 2010

  • Bildergalerie Ehrungen Zehntscheuer 19.09.2010
  • Trauer um Ernst Fischer
  • 2008

  • TSV-Ehrungsabend vom 14.11.2008
  • Bericht mit Bildern der TSV Jahresfeier vom 08.11.2008
  • Festschrift zum Jubiläumsjahr 2008 zum Download
  • Jubiläums-Matinee vom Sonntag, 10. Februar 2008
  • Die Termine im Jubiläumsjahr 2008
  • WORKSHOP für Führungskräfte aus Vereinen aus dem Turngau Staufen
  • Mitgliederinformation zum Thema TSV-Halle
  • Interview mit Helge Liebrich am Mittwoch, den 16.07.2008
  • Medienwirksame Verleihung des Prädikats DTB-Turn-Talentschule, 13.07.2008
  • Nachruf: Wir trauern um Heidi Stuhlinger
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    Hauptversammlung TSV Süßen 06.05.2011

    Mit der Begrüßung aller anwesenden TSV Mitglieder, der Ehrenmitglieder und des Vorsitzenden des Beirats der Süßener Vereine Herrn Schneider eröffnete Präsident Walter Nuszer die Sitzung. Nachdem die Versammlung der verstorbenen Mitglieder gedachte, verlas der Schriftführer Walter Schmid das letztjährige Protokoll. Die Schwerpunkte im vergangenen Jahr lagen in der Renovierung der Halle, der Stabilisierung der Finanzen, der Neueröffnung der Kindersportschule (KiSS) und dem Thema Ehrenamt.

    In der TSV-Halle hat sich im vergangenen Jahr einiges getan. Unter anderem wurde die Bühne zu einem Übungsraum umgebaut, der Keller entrümpelt, die Umkleiden und Duschen renoviert und der Sportlertreff auf Vordermann gebracht. Hier galt allen Helfern und besonders Karl Leonhardt großer Dank.

    Die weitere Stabilisierung der Finanzen wurde als sehr positiv bewertet. Dennoch floss auch im vergangenen Jahr ein großer Teil des TSV-Etats in die Halle und nicht in die Finanzierung des Sportbetriebes. Dies soll in Zukunft wieder besser werden.

    Das Wagnis KiSS hat sich, laut W. Nuszer nicht nur für den TSV gelohnt, sondern ist auch eine Bereicherung für die Stadt Süßen. Die Erwartungen seitens der Vereinsführung wurden sogar noch übertroffen. Das Angebot steht allen Süßener Vereinen offen. Eine Kooperation ist unbedingt erwünscht.

    Walter Nuszer erklärte weiterhin, dass es immer schwieriger wird den Verein mit drei Präsidiumsmitgliedern zu führen. Zwar leisten die zahlreichen Ausschüsse hervorragende Arbeit, aber das Fehlen von Sportwart, Wirtschaftsführer und Pressewart kann hierdurch leider nicht kompensiert werden. Eine Aktivierung verschiedener Ausschüsse soll Abhilfe schaffen.

    Desweiteren hob Walter Nuszer hervor, dass sich die Mitgliederzahlen gegenüber dem Vorjahr erfreulicherweise erhöht haben. Darüberhinaus lobte er die tollen sportlichen Erfolge der einzelnen Abteilungen.

    Am Ende seines Berichtes ging er auf verschiedene Themen des kommenden Jahres ein. Die Ganztagesschule stellt den Verein vor neue Herausforderungen. Ebenso soll der Schuldenabbau und eine Weiterentwicklung im Sportbereich forciert werden.

    Anschließend zeigte Vize-Präsident Peter Lutz in seinem Rückblick auf, dass sich die finanzielle Situation des Vereines weiter stabilisiert hat. Es konnte ein Überschuss erzielt und die Verbindlichkeiten getilgt werden. Die vorgelegte Budgetplanung für das kommende Jahr wurde von den Anwesenden einstimmig genehmigt. Der Kassenprüfer Hans Zoldahn bestätigte stellvertretend für Rudi Gunzenhauser und Michael Kröhn eine einwandfreie Kassenführung. Peter Lutz wurde daraufhin einstimmig entlastet.

    Karl-Heinz Schneider übernahm daraufhin die Entlastung des Präsidiums und des Hauptausschusses und hob dabei die gute Arbeit dieser beiden Gremien hervor.

    Anschließend führte der Ehrenvorsitzende Hellmut Rössler die Wahlen durch. Der Präsident und die Kassenprüfer wurden einstimmig bestätigt. Bedauerlicherweise konnten die Posten des Sportwarts, des Wirtschaftsführers und des Pressewarts erneut nicht besetzt werden.

    Von der Badmintonabteilung gingen zwei Anträge ein. Der TSV-Familienbeitrag sollte auch auf eheähnliche Gemeinschaften ausgeweitet werden. Diesem Vorschlag schließt sich das Präsidium an und bereitet die notwendige Satzungsänderung vor. Weiterhin schlägt die Abteilung die Einführung einer 10-er Karte für Badmintonspieler vor. Diese Regelung wurde nach kurzer Aussprache bei drei Enthaltungen abgelehnt.

    Nach den Wahlen wurde näher auf das Thema TSV-Halle eingegangen. Sowohl Walter Nuszer, als auch der anwesende Bürgermeister Kersting hoben die sehr konstruktive und offene Zusammenarbeit hervor und erläuterten den aktuellen Stand. Nachdem ein neues Gutachten in Auftrag gegeben wurde, konnte ein erstes Gespräch mit dem WLSB, der Stadt und dem TSV-Präsidium stattfinden. Nun muss die Zuschussfrage für den TSV und für die Stadt Süßen insgesamt bestmöglich geklärt werden. Selbstverständlich legt der TSV größten Wert darauf, sein Angebot an die Süßener Bürger weiterhin ohne Einschränkungen anbieten zu können, bzw. den vorhandenen Bedarf entsprechend der jetzt bereits bestehenden Notwenigkeit ausbauen zu können. Dies auch unter Einbeziehung des Turnzentrums und einer wettkampffähigen Halle. Dabei kann sehr wohl ein Sportvereinszentrum wieder eine tragende Lösung im Gesamtkonzept sein.

    Bürgermeister Kersting wünscht sich eine gute Lösung für den TSV, die Stadt und alle anderen Süßener Vereine. Den Zeitrahmen für den Bau einer neuen Halle sieht er in vier bis sechs Jahren. Für Herrn Kersting liegt die Zukunft eines Vereines in einem modernen Sportvereinszentrum, das auf die veränderten Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt ist.

    Walter Nuszer beschloss die Sitzung mit einem herzlichen Dank an alle Helfer für die zahlreich geleisteten Stunden und das eingebrachte Engagement im Jahr 2010.

     

     

    Trauer um Ernst Fischer

    Mit Trauer und Befangenheit hat uns die Nachricht vom plötzlichen Ableben unseres Ehrenmitglieds Ernst Fischer erreicht. Zumal Ernst Fischer untrennbar mit "seinem TSV" verbunden war und dies auch in vielfältiger Weise - sein ganze Leben hindurch - weit überdurchschnittlich immer wieder vorbildlich gezeigt und gelebt hat: Schon in frühen Jahren war er als Turner aktiv hat sich nicht gescheut, im Ehrenamt Verantwortung zu übernehmen: Als Schüler- und Jugendturnwart hat er den Jugendbereich des Vereins geleitet und somit damals schon wesentlich mit beigetragen dem Verein über den Kinderbereich eine Zukunft zu geben. Seine große Liebe war anschließend der Spielmannszug, den er 20 Jahre als Stabführer geleitet hat. Für uns unvergessen die zahlreichen Auftritte, in welchen Ernst Fischer mit seiner positiv freundlichen Ausstrahlung seine ganze Gruppe begeistern und motivieren konnte. Die Erfolge und immer wieder gern gehörten Darbietungen des Spielmannszug waren logische Konsequenz seines Könnens und seines persönlichen aber auch musikalischen Einfühlungsvermögens. Viele Süßener erinnern sich auch gerne noch an Ernst Fischer an der Spitze des Spielmannszuges beim alljährlichen Weckspielen am 1. Mai. Der verdiente Lohn nach der Beendigung seiner aktiven Laufbahn war die Ernennung zum Ehrenstabführer des Spielmannszug. Zahlreiche Ehrungen, vereinsintern aber auch vom Schwäbischen Turnerbund und der Bundesvereinigung Deutscher Musikerverbände dokumentieren die hohe Wertschätzung, die Ernst Fischer weit über Süßens Grenzen hinaus genoss. Es war für Ernst Fischer selbstverständlich, sich nicht nur am Hallen - Umbau mit Rat, Tat aber auch materiell zu beteiligen. Dort wo es etwas zu arbeiten gab, hat Ernst Fischer angepackt und geholfen. Weit über seine aktive Zeit hinaus! Der TSV ist zu seiner zweiten Heimat geworden. Mit seinen Aktivitäten hat er sich eine bleibende Erinnerung beim TSV geschaffen. Diese werden wir stets in Ehren halten.

    Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

     

     

    Bildergalerie Ehrungen Zehntscheuer 19.09.2010

    Bildergalerie Ehrungen Zehntscheuer

     

     

    TSV-Ehrungsabend mit Sonderehrungen von DTB, STB und WLSB

    Im Jubiläumsjahr fiel auch der alljährliche Ehrungsabend etwas größer aus als sonst. Nicht nur, dass der Erste Vorsitzende Walter Nuszer und der Ehrenvorsitzende Hellmut Rössler im Hirsch-Saal eine Vielzahl von langjährigen Mitgliedern für 10, 25, 40 und sogar 50 Jahre Mitgliedschaft auszeichnen konnten. Sibylle Hiller, Vizepräsidentin Öffentlichkeitsarbeit des Turngaus Staufen, und Manfred Grau, Vorsitzender des Sportkreises, überreichten außerdem besonders verdienten TSV-Mitgliedern Sonderehrungen der überregionalen Verbände DTB, STB und WLSB.

    Walter Nuszer dankte allen Geehrten für ihre langjährige Treue zum Verein. Er freute sich auch, dass so viele Ehrenamtliche bereit sind, sich seit vielen Jahren in außergewöhnlicher Weise für den TSV zu engagieren.

    Bildergalerie Ehrungen 2008

    Sonderehrungen von DTB, STB und WLSB

    Die Vereinsehrungen:

    Gold mit Brillant (50 Jahre):

    Gold (40 Jahre):

    Silber (25 Jahre):

    Bronze (10 Jahre):

    Bei den Sonderehrungen, für die die Abteilungen Vorschläge gemacht hatten, sagten Sibylle Hiller vom Turngau und Manfred Grau vom Sportkreis zu den Geehrten ein paar Worte, und beschrieben, wodurch sie sich die besondere Ehrung verdient haben:

    Ute Fuchs leitet mit viel Spaß und Elan das Frauenturnen 2, das schon seit 1992 besteht. Heike Hesse ist als vielseitige Übungsleiterin im Kinder- und Erwachsenenbereich aktiv. Helga Janositz ist seit 15 Jahren als ideenreiche Übungsleiterin im Mutter-Kind-Turnen tätig. Peter Lutz hat sich als Vorsitzender des Fördervereins Turnzentrum, Stellvertretender Vorsitzender Finanzen und früherer Leiter der Turnabteilung Verdienste erworben. Gerhard Munz ist seit 20 Jahren als Übungsleiter Jedermänner 1 engagiert. Elke Sedlmayer war früher Übungsleiterin in Leichtathletik und Turnen und leitet heute die Ski- und Fitness-Gymnastik. Brigitte Ziegelmeyer hat vor 33 Jahren das Frauenturnen 3 gegründet, das bis heute besteht.
    Karl-Ernst Hommel ist seit 1997 bis heute Wirtschaftsführer der Handballabteilung, war in der Abteilung und in der SG Lauter Vorstandsmitglied und ist vielfältig aktiv. Horst Kobelt ist seit 1991 Leiter der Abteilung Leichtathletik und war von 1991 bis 94 Leiter der Turnabteilung. Karl-Heinz Pirkl ist seit 1992 Kassier der Handballabteilung. Thomas Koch ist trotz jungen Alters ein „Urgestein“ des TSV: seit 1996 Abteilungsleiter Schwimmen, seit 1998 TSV-Sportwart, seit 2003 „Web-Wart“, außerdem Vorsitzender des Faschingsgremiums und Organisator von Städtlesball, Oldie-Nights und Städtlesball.

    Auch wenn wir jetzt nicht alle Funktionen der Geehrten aufzählen konnten, der herzliche Dank der Vorstandschaft an diesem Abend galt ganz besonders diesen außergewöhnlich engagierten Personen, ohne die der Verein nicht so gut dastehen würde wie er es heute tut!

     

     

     

    Ein glanzvoller Jubiläumsabend als krönender Abschluss unseres Festjahres 2008!

    Schön gedeckte Tische und Kerzenlicht - festlich präsentierte sich die ausverkaufte TSV-Halle beim großen Jubiläumsabend. Am opulenten Büffet stärkten sich Vereinsmitglieder und Gäste, um danach bei Showprogramm und Tanz den Abend zu genießen.

    Der Erste Vorsitzende Walter Nuszer ließ vor über 200 Besuchern das Jubiläumsjahr noch einmal Revue passieren. Er erinnerte unter anderem an die Jubiläums-Matinee mit Eberhard Gienger, den Festzug und den Großen Zapfenstreich beim Stadtfest, an das Jubiläumsschwimmen und die Deutsche Kata-Meisterschaft im Ju-Jitsu. Seinen Dank an alle Ehrenamtlichen verband er mit der Bitte, sich weiterhin zu engagieren.

    Dann ergriff Bürgermeister Wolfgang Lützner das Wort: „Danke an den TSV Süßen für seinen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben der Stadt. Es gibt nicht viele Vereine mit so engagierten Helfern, die seit vielen Jahren ihre Halle in Schuss halten.“ Damit war man mitten in der aktuellen politischen Diskussion. Denn die Stadt Süßen nutzt in Ermangelung eigener Kapazitäten die TSV-Halle für Schulsport und Veranstaltungen. Und mit Blick auf den geplanten Neubau unterstrich er: „Sie haben die Zusage, dass wir die TSV-Halle, so wie sie jetzt dasteht, mindestens eins zu eins neu bauen.“ Die Details seien eine Sache zwischen TSV und Stadt Süßen. Im nächsten Schritt werde zusätzlicher Bedarf auch von anderen Vereinen ermittelt. „Erst im dritten Schritt entscheiden wir, was wir machen und uns leisten können“, so der Bürgermeister, der ein Kostendebakel wie bei der Göppinger Hohenstaufenhalle vermeiden will.

    Auch für besondere Ehrungen bot der Abend den Rahmen: Walter Nuszer wurde für seine langjährigen Verdienste mit der Landesehrennadel ausgezeichnet. 2006 hatte er das Amt des TSV-Vorsitzenden in schwieriger Situation übernommen und den Verein mit einem engagierten neuen Team wieder auf Vordermann gebracht. Zuvor war er Turngau-Präsident, Vorsitzender des Fördervereins Turnzentrum Süßen und Leiter der TSV-Geschäftsstelle.

    Ulrich Majocco als Vertreter des Landrates überreichte dem TSV die Sportplakette des Bundespräsidenten. Else Hommel wurde als drittes Mitglied in der Vereinsgeschichte mit der Sport-Ehrenplakette ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied ernannt. Große Blumensträuße überreichte Walter Nuszer Doro Durner und Christa Erlebach, stellvertretend für alle Helfer, die sich im Jubiläumsjahr besonders engagiert hatten. Ein besonderer Dank ging an die Handballer für den Auf- und Abbau und an das AST, das die Bewirtung übernommen hatte.

    Ein Show-Programm der Extraklasse unterhielt die Gäste bis kurz vor Mitternacht. Die TSV-Turnerinnen unter Leitung von Ina Liebrich und Annika Krapf, die Staufen Irish Dancers sowie Sonia Reinholz und Michele Voto von der Judo/Ju-Jitsu-Abteilung setzten erste Glanzlichter. Es folgten glamouröse Auftritte der Sportakrobatinnen des TV Faurndau, des Jongleurs Stefino, der Cheerleader-Truppe „Red Poison“ der Stuttgart Scorpions und der „Burning Dance Federation“. Bei Musik der Süßener Band „Sonority“ klang der Abend stilvoll aus.

    Fazit: Ein glanzvoller und rundum gelungener Abschluss des TSV-Jubiläumsjahres 2008!

    Bildergalerie Jahresfeier 2008

     

     

    TSV Süßen - Festschrift zum Jubiläumsjahr 2008 zum Download

    Festschrift zum Download (3.5MB)

     

     

    TSV Süßen - Jubiläums-Matinee vom Sonntag, 10. Februar 2008

    Bildergalerie vom Jubliäums-Matinee hier

    125 Jahre TSV Süßen

    Das Festjahr beginnt mit einer super Jubiläums-Matinee

    Mit einer tollen Jubiläums-Matinee startete der TSV am Sonntag, dem 10. Februar, in das Festjahr 2008. Vor dem offiziellen Teil unterhielt der TSV-Spielmannszug mit sechs Stücken, darunter "The Drunken Sailor", "The Final Countdown" und der "Kyffhäuser Turnermarsch" und erntete dafür viel Applaus. Noch im Foyer wurde jedem Besucher eine Jubiläums-Anstecknadel überreicht. Der erste Vorsitzende des TSV Süßen, Walter Nuszer, begrüßte die Besucher ganz herzlich. Matthias Matzke, der Bundessieger 2007 des Wettbewerbs "Jugend musiziert", begeisterte mit mehreren Vorträgen am Akkordeon. Die Zuhörer waren fasziniert von der Fingerfertigkeit des 14-Jährigen, der einen Musette-Walzer, einen Czardas, den Jazz-Klassiker "If it ain't got that swing" und als Zugabe den "Säbeltanz" spielte. Matthias Matzke kommt aus Gingen, ist aber TSV-Mitglied und bei uns in der Jiu-Jitsu/Judo-Abteilung aktiv.

    Festvortrag von Eberhard Gienger

    Von der großen Bedeutung der Bewegung und damit der Sportvereine für unsere Gesellschaft sprach Festredner Eberhard Gienger. Der 56-Jährige Reck-Weltmeister von 1974 ist heute "Vizepräsident Sport" des Deutschen Olympischen Sportbundes und sitzt außerdem für den Wahlkreis Neckar-Zaber im Bundestag. Ein Mädchen, das heute auf die Welt kommt, werde mit hoher Wahrscheinlichkeit einmal 100 Jahre alt, sagte er. Da sei es besonders wichtig, auch gesund alt zu werden. Erwachsene hätten heute den Wert des Sports erkannt, doch die Kinder säßen allzu häufig vor dem Fernseher, nach dem Motto: "Eltern joggen, Kinder hocken".

    Nicht hoch genug einzuschätzen sei die Wertschöpfung durch ehrenamtliches Engagement, so Gienger: "Wenn man alle ehrenamtlichen Leistungen in Deutschland bezahlen müsste, käme man auf ein "Ehrenamts-Sozialprodukt" von 50 Milliarden Euro im Jahr. Darauf könne man schon stolz sein. Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, sei wieder im Wachsen begriffen. 36 Prozent aller über 14-Jährigen engagierten sich als Ehrenamtliche, weitere 34 Prozent seien aktive Mitglieder in Vereinen. Das sei erfreulich.

    Vor der Konkurrenz durch Fitnesstudios und andere Anbieter brauche den Sportvereinen nicht bange sein, versicherte Gienger. Stattdessen solle man Kooperationen mit Volkshochschulen, Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen suchen. Auch die Integration ausländischer Jugendlicher sei ein großes Thema.

    Damit die Vereine ihre wichtige gesellschaftliche Rolle auch künftig wahrnehmen können, hatte Eberhard Gienger drei Tipps parat: Sie sollten ihre Vorstände verkleinern, um schlagkräftiger zu werden (was der TSV schon getan hat, wie Walter Nuszer hinterher anmerkte). Sie sollten junge Leute gezielt darauf vorbereiten, Verantwortung zu übernehmen. Und die Vereine sollten stärker herausstreichen, welche Vorteile ehrenamtliches Engagement für den Einzelnen hat: Eine Bescheinigung über ehrenamtliches Engagement kann einem Jugendlichen etwa bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einem Stipendium nützen.

    Mit einem humorvollen Gedicht in atemberaubendem Tempo endete der kurzweilige und anregende Vortrag. Dann musste sich Gienger auch schon verabschieden, denn er hatte noch einen anderen Termin.

    Die Grußworte

    Bürgermeister Wolfgang Lützner hatte sich wegen Krankheit entschuldigt, es sprach sein Stellvertreter Albrecht Finckh. Er habe mit großem Interesse die Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum gelesen, die pünktlich zur Matinee an die Mitglieder verteilt worden ist, sagte er. Sie sei eine echte Fundgrube und bilde ein Stück Süßener Ortsgeschichte ab. Auch an der TSV-Halle lasse sich das stetige Wachstum des Vereins ablesen, allerdings in einem weniger positiven Sinn: "Es wurde so viel angebaut, dass man einen Kompass braucht, um wieder heraus zu finden." Gleichwohl sei die Stadt Süßen froh, mit der TSV-Halle einen "Stadthallenersatz" und Räume für den Schulsport zu haben. Er machte den Vorschlag, eine neue Abteilung "Boule-Spiel" zu gründen und überreichte Walter Nuszer gleich einen Satz Boule-Kugeln. Einen öffentlichen Platz dafür baut die Stadt demnächst, und zwar am Filsufer südlich der Bühlstraße.

    Walter Nuszer bedankte sich und unterstrich, man wolle in der Hallenfrage jederzeit fair, objektiv und partnerschaftlich mit der Stadt kooperieren. Damit werde der TSV seiner besonderen gesellschaftspolitischen Rolle in Süßen gerecht.

    Den hohen Wert des Ehrenamtes lobte der Bundestagsabgeordnete Klaus Riegert als nächster Redner, auch wenn er Eberhard Giengers Berechnung des "Ehrenamts-Sozialproduktes" nichts abgewinnen kann. Denn: "Der Wert des freiwilligen Engagements lässt sich nicht in Geld ausdrücken." Er überbrachte Geschenke des Schwäbischen Turnerbundes STB, darunter ein Walter-Kolb-Schild in Erinnerung an den Oberbürgermeister von Frankfurt, der nach dem Krieg dort viele Sportstätten wieder aufbauen ließ.

    Landrat Franz Weber machte die lange Vereinsgeschichte des TSV deutlich: 12 Jahre nach Gründung des Kaiserreichs sei der TSV gegründet worden, sagte er. Zwei Weltkriege hat der Verein überstanden. "Immer wieder wurden die Brüche überwunden, immer wieder haben sich Menschen gefunden, die bereit waren, ihre Ideale zu leben." Walter Nuszer habe er bereits in dessen Zeit als Turngau-Präsident als "umsichtigen, zielorientierten und zupackenden Partner" kennen gelernt. Mit ihm als Vorsitzendem sei ihm um die Zukunft des TSV nicht bange, so Weber.

    Nicole Razavi zeigte sich amüsiert, im TSV-Vorsitzenden Walter Nuszer ihren Vor-Vor-Vorgänger im Amte des Turngau-Präsidenten zu treffen. Auch ihr Vorgänger kam aus Süßen, nämlich Bürgermeister Wolfgang Lützner. Für die Turngau-Präsidentin ist der Staufenpokal jedes Jahr ein Highlight. Das Süßener Turnzentrum sei eine Kaderschmiede und der Junioren-Europameister Helge Liebrich ihr Aushängeschild. Positiv fiel ihr das schmucke Rednerpult mit den vier F (für den Wahlspruch Friedrich Ludwig Jahns "Frisch, fromm, fröhlich, frei") ins Auge. TSV-Vorstandsmitglied Walter Schmid hatte es eigens für die Matinee frisch gestrichen.

    Der Vorsitzende des Sportkreises Göppingen, Manfred Grau, hatte die Lacher auf seiner Seite, als er erklärte, dass ein Grußwort sein müsse wie ein Minirock: kurz und knackig. Er hielt sich auch daran. Grüße und einen Gutschein überbrachte er auch vom Württembergischen Landessportbund.

    Wichtig für den TSV sind auch die Kooperationen mit Vereinen aus den Nachbargemeinden. So arbeitet man beim Handball in der SG Lauter eng mit der TG Donzdorf zusammen. Die Schwimmabteilung hat eine Start- und Trainingsgemeinschaft mir dem SSV Salach, und beim Turnen kooperiert man mit dem TB Gingen. Stellvertretend für sie alle ergriff der Vorsitzende der TG Donzdorf, Rudi Mehn, das Wort. Er sagte, aus einer "Handball-Zweckehe" sei inzwischen eine gute und feste Beziehung geworden.

    Auch für den Vorsitzenden des Beirates Süßener Vereine, Karl-Heinz Schneider, war die Raumfrage ein Thema: "Es ist erfreulich, dass die Fraktionen im Gemeinderat erkannt haben, dass bei den Hallenkapazitäten etwas getan werden muss." Ein attraktives Sport- und Freizeitangebot sei ein wichtiger Standortfaktor für die Stadt Süßen. Und er fügte hinzu: "Ein Euro, eingesetzt im Sport, verzinst sich so enorm wie sonst nirgends auf dem Kapitalmarkt." Und dabei meinte er nicht nur den Wert in Euro.

    Die Festschrift zum TSV-Jubiläum

    Der TSV-Vorsitzende Walter Nuszer dankte allen Rednern, von denen im Übrigen keiner mit leeren Händen gekommen war, ganz herzlich für ihre Beiträge. Er wies noch einmal auf die TSV-Festschrift hin und dankte dem verantwortlichen ehrenamtlichen Team Hellmut Rössler, Heinz Sturm und Ingrid Zeeb ebenso wie den weiteren Mitarbeitern aus den Abteilungen. Ein besonderes Dankeschön ging auch an die Sponsoren, die mit ihren Anzeigen und Spenden die Festschrift ermöglicht hatten. Als "Appetithäppchen" zitierte er die darin geschilderte amüsante Episode "Wie aus einem Gau-Turnfest ein Hau-Turnfest wurde." Das Ganze geschah allerdings schon im Jahr 1892.

    Mit seiner musikalisch untermalten Video-Präsentation "Bilder aus 125 Jahren TSV" unterhielt Michael Kröhn die Gäste und machte ebenfalls Appetit auf die Festschrift, in der die gezeigten Bilder enthalten sind.

    Dank an alle Helfer

    Walter Nuszer versäumte es nicht, allen Helfern bei der Matinee zu danken, die sich teilweise viel Mühe gemacht hatten: Doro Durner, die für Organisation und Dekoration verantwortlich zeichnete, Lorenz Schneller, der mit den Judokas die Bewirtung auf die Beine gestellt hatte, dem Spielmannszug für die musikalische Einstimmung, der Gärtnerei Pfeffer sowie allen, die beim Auf- und Abbau mit angepackt hatten.

    Der gemütliche Teil

    Nach dem trotz der zahlreichen Reden recht kurzweiligen offiziellen Teil kam der gemütliche Part der Matinee. Bei Wurstwecken, Butterbrezeln und einem Glas Sekt oder Orangensaft konnte man sich stärken, angeregt plaudern und Kontakte pflegen. Dies wurde gerne und ausgiebig genutzt, sodass der Nachmittag schon weit vorangeschritten war, als die Letzten aufbrachen.

    Wir beim TSV blicken somit auf einen rundum gelungenen Auftakt des Jubiläumsjahres 2008 zurück und können eigentlich nur sagen: Schade für jedes Vereinsmitglied, das die tolle Matinee versäumt hat.

     

     

    Die Termine im Jubiläumsjahr 2008

    Samstag, 2. Februar:

    Jubiläums-Städtlesball

    TSV-Halle

    Dienstag, 5. Februar:

    Kinderfasching

    TSV-Halle

    Sonntag, 10. Februar:

    Jubiläums-Matinee

    TSV-Halle

    Freitag, 7. März:

    Jubiläums-Konzert mit Claudia Pohel

    Zehntscheuer

    Ostersonntag, 23. März:

    Ostertanz

    TSV-Halle

    Freitag, 25. April:

    Jahreshauptversammlung

    TSV-Halle

    Mittwoch, 30. April:

    Oldie-Night

    TSV-Halle

    31. Mai und 1. Juni:

    Beachvolleyball-Wochenende

    Sportplatz/TSV-Halle

    Samstag, 14. Juni:

    Platzkonzert des Spielmannszuges

    Rathausplatz/Marienplatz

    14./15. Juni:

    Jubiläums-Schwimmen SG Süßen/Salach

    Schachenmayr-Bad

    11. bis 13. Juli:

    Jubiläums-Auftritt beim Stadtfest mit

    TSV-Bereich

    Festumzug und Großem Zapfenstreich

    Marktstraße, Sportplatz

    6. und 7. Sep.:

    Jugendhandballturnier

    Bizethalle

    Samstag, 20. September:

    Weltkindertag: Kinder-Olympiade

    TSV-Halle/Sportplatz

    Donnerstag, 2. Oktober:

    Oldie-Night

    TSV-Halle

    11./12. und 18./19. Oktober:

    Abnahme des Deutschen Sportabzeichens

    Sportplatz/ TSV-Halle

    Sonntag, 19. Oktober:

    Gauwanderung

    Samstag, 25 Oktober:

    Deutsche Kata-Meisterschaft der Judo-Abt.  

    Bizethalle/TSV-Halle

    Samstag, 1. November:

    Staufenpokal

    TSV-Halle

    Samstag, 8. November:

    Jahresfeier

    TSV-Halle

     

     

    WORKSHOP für Führungskräfte aus Vereinen aus dem Turngau Staufen

    Zukunftswerkstatt: "Wege in die Zukunft" Der moderne Verein - die moderne Abteilung!
    Die Vereinsvertreter aus dem Turngau Staufen diskutierten am 10. und 11. Oktober im Bildungszentrum des STB in Bartholomä frei nach Perikles:

    "Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf sie vorbereitet zu sein."

    Wohin führt der Weg des modernen Turn- und Sportvereins? Diese Frage stellten sich 25 Führungskräfte aus dem Vorstand und den Turnabteilungen von 14 Vereinen bei diesem Workshop.

    Mit dabei waren Vertreter vom TSGV Albershausen, TV Eybach, TV Faurndau, TV Bünzwangen, FTSV Kuchen, TV Ebersbach, TG Reichenbach, TSV Heiningen, GSV Dürnau, DJK Göppingen, TB Gingen,

    TGV Roßwälden und TSV Ottenbach. Vom TSV Süßen waren der 1. Vorsitzende Walter Nuszer und der stellv. Vorsitzende Peter Lutz mit im Gremium.

    Es ging in diesem Seminar um Themen wie zeitgemäße Angebote und Strukturen des Vereins, um die Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf derzeitige Trends und die Perspektiven auf dem Weg in die Zukunft. Die Entwicklung von Strategien und ihre Umsetzung im Verein standen dabei im Vordergrund. Nützliche Werkzeuge zur Analyse und Zukunftsplanung, wie die Portfolio-Analyse, eine Methode aus der Führungsebene großer Unternehmen in Kombination mit Erfahrungswerten aus dem Sport-Management wurden eingehend vorgestellt und in Workshops auf die Vereine bezogen ausgearbeitet. Für diese Analyse standen den Seminarteilnehmern die Daten aus der aktuellen Bestandserhebung des Württembergischen Landessportbundes zur Verfügung. Und so mancher staunte über die teilweise überraschenden Ergebnisse. Schon am Ende des ersten Tages waren sich alle darüber im Klaren, dass es fast überall Defizite gibt und somit Handlungsbedarf besteht. Bei der individuellen Analyse der jeweiligen Vereinsentwicklung bis 2020 ging es um Entwicklung von Strategien, die Zukunftsfähigkeit der Vereine zu sichern. Die Workshopteilnehmer gingen realitätsnah und fast professionell zur Sache.

    Anschließend wurde die Einordnung und Anwendungsmöglichkeiten der einzelnen Instrumente und die Entwicklung von Strategien und ihre Umsetzung im Verein überprüft und am Beispiel - Konzept zur Findung eines neuen Abteilungsleiters - praktisch erarbeitet.

     

     

    Mitgliederinformation zum Thema TSV-Halle

    Die Zukunft der TSV-Halle war am Freitag Thema einer Mitglieder-Informationsveranstaltung. Wie Walter Nuszer noch einmal erklärte, konnte keine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden, da laut Satzung die Vermögensverwaltung allein in die Zuständigkeit des Hauptausschusses fällt.

    Walter Nuszer erläuterte noch einmal die bisherige Entwicklung: Als die derzeitige Vorstandschaft 2006 ihr Amt übernahm, stellte sie eine katastrophale Finanzlage des Vereins fest. Wie von der früheren Vereinsführung offenbar viele Jahre lang nicht bemerkt wurde, übersteigen die Unterhalts- und Reparaturkosten der TSV-Halle die Einnahmen erheblich. Auch wurden in dieser Zeit keine Rücklagen gebildet. Zwar wurden durch einen strikten Sparkurs die Finanzen wieder einigermaßen geordnet, doch das Problem, dass die Halle zu viel Geld verschlingt, bleibt. Wenn eine größere Reparatur kommt, kann sie derzeit nicht bezahlt werden.

    Hinzu kommt, dass das sportliche Angebot des TSV dringend moderner und attraktiver werden muss. Dazu fehlen sowohl die Räume, denn auch die Kapazität in der Halle ist zu knapp, als auch das Geld, das wir laufend in die Halle stecken müssen. Derzeit ist es schwer, neue Mitglieder zu gewinnen, denn die Ausstattung entspricht zum großen Teil nicht modernen Anforderungen. Besonders kritische Bereiche sind der Kraftraum, der Spiegelsaal, der Sportboden, das Foyer, die Küche, die Heizung und die Wasserversorgung. Bei der veralteten Technik kann auch jederzeit etwas kaputt gehen.

    Nach einer Klausurtagung des Hauptausschusses sind wir auf die Stadt Süßen zugegangen und haben die Situation geschildert. Die Stadt hat erfreulich schnell reagiert und mit dem Gemeinderat eine Begehung gemacht. Auch hat sie beim Göppinger Architekten Wolfgang Dauner ein Gutachten über die TSV-Halle in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Um die Halle zukunftsfähig zu machen, müssten 2 bis 2,5 Millionen Euro investiert werden.

    Wie Wolfgang Lützer bei der Veranstaltung erläuterte, ist der Gemeinderat nicht bereit, diese Summe in die bestehende Halle zu investieren. Stattdessen hat der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss gefasst, dass eine neue Halle gebaut werden soll, die mindestens dasselbe Raumangebot wie die bisherige TSV-Halle hat. Denkbar ist, dass der TSV einen finanziellen Beitrag zum Neubau leistet und sich dafür ein kostenloses Nutzungsrecht für 25 Jahre erwirbt. Ein Eigentum an der neuen Halle wird eher kritisch gesehen, da der Verein dann ja wieder Unterhalts- und Folgekosten zahlen muss.

    Nach einer engagierten Diskussion erbat der Erste Vorsitzende Walter Nuszer in einer Abstimmung ein Stimmungsbild. Sehr erfreulich war, dass es zu der vom Hauptausschuss beschlossenen Marschroute keine Gegenstimmen gab. Einige ältere Mitglieder enthielten sich der Stimme. Sie erinnerten zu Recht daran, mit wie viel Schweiß und Herzblut sie die Halle aufgebaut haben. Das ist richtig, und dafür gebührt ihnen allergrößte Dankbarkeit. Niemandem fällt es leicht, die TSV-Halle aufzugeben. Doch die Tatsachen lassen keine andere Wahl. Dies wurde bei der Info-Veranstaltung mehr als deutlich.

     

     

     

     

    Interview mit Helge Liebrich am Mittwoch, den 16.07.2008 um 21:30 Uhr

    Helge Liebrich ist 20 Jahre alt, Turner beim TSV Süßen und turnt in der Bundesliga für den TV Wetzgau. Er ist der erste Sportler des TSV Süßen der es bis zu einer Olympiade geschafft hat und ist bei Olympia in Peking mit dabei. Das Webteam des TSV führte deshalb ein Interview mit ihm.

     

    TSV Webteam:   Hallo Helge, wie geht es dir? Schon nervös?

    Helge Liebrich:   Nein nicht nervös, da ich bei Olympia nur Ersatzmann bin eigentlich nicht nervös. Mir geht's soweit ganz gut, zwar ist das Training körperlich sehr anstrengend, aber sonst geht's mir ganz gut.

    TSV Webteam: Freust du dich auf Olympia?

    Helge Liebrich: Ja und wie! Das Event muß man als Sportler wenn überhaupt mal miterlebt haben und ich bin froh das ich die Chance gekriegt habe.

    TSV Webteam: War es denn dein großes Ziel mal bei Olympia dabei zu sein?

    Helge Liebrich: Kann ich nur mit Ja beantworten, denn das größte Ziel eines Sportlers ist es dorthin zu kommen

    TSV Webteam: Hattest du dir erhofft einen festen Startplatz zu bekommen?

    Helge Liebrich: Ne eigentlich gar nicht, ich war überrascht das ich nominiert worden bin weil sich Thomas Taranu und Matthias Fahrig bei der Qualifikation verturnt haben.

    TSV Webteam: Im Gegensatz zu den 6 Turnern des festen Kaders die bereits am 1. Tag ihren Wettkampf haben, kannst du bei der Eröffnungsfeier beim Einmarsch der Athleten mit dabei sein. Somit läufst du mit vielen der besten und bekanntesten Athleten der Welt in das Olympiastadion von Peking ein. Auf welche Sportler bist du besonders gespannt und holst du dir auch Autogramme von denen?

    Helge Liebrich: Ja, von Timo Boll dem Tischtennisspieler und Dirk Nowitzki falls er sich mit seiner Mannschaft qualifiziert (war zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht bekannt), und auch von anderen. Die meisten sind eh grad hier in Kienbaum (bei Berlin) wie die Kanuten, Leichtathleten und man kennt sich.

    TSV Webteam: Hast du vor außer bei deinen Turnern auch andere Wettkämpfe zu besuchen?

    Helge Liebrich: Fürs Turnen bekommen wir Karten, außerdem können wir über das Jugendcamp auch Karten für andere Wettkämpfe erhalten. Ich würde gerne zum Tischtennis gehen, wie auch Leichtathletik und ebenfalls auch zum Schwimmen allein schon wegen des gigantischen Schwimmstadions mit dem Luftkissendach.

    TSV Webteam: Machst du dir auch Gedanken über China und dem Tibet Konflikt? Wenn ja, redet ihr untereinander auch darüber?

    Helge Liebrich: So allgemein nicht, habe mich auch bei der Gmünder Zeitung schon darüber geäußert. Ich finde das der Sport nichts mit Politik zu tun hat. Das IOC hat dem Land die Olympiade gegeben und von daher sollte man das so akzeptieren. Es ist zwar nicht gut was da passiert, aber dies sind die Probleme dieses Landes und man sollte sich da mit Kritik zurückhalten.

    TSV Webteam: Nimmst du ein Maskottchen mit nach Peking?

    Helge Liebrich: Nein habe ich keines. Ich kuck mich dort um, die haben 5 so kleine Viecher und da will ich mir eines mitnehmen als Andenken, Glücksbringer und was weiß ich was.

    TSV Webteam: Du bist der erste Sportler des TSV Süßen der jemals an einer Olympiade teilnimmt. Weißt du das eigentlich?

    Helge Liebrich: Nee, das hätt ich jetzt so nicht gedacht.

    TSV Webteam: Warum wen hättest du denn erwartet?

    Helge Liebrich: Ja Leichtathleten oder so was.

    TSV Webteam: Nein, du bist der erste. In den Fünfziger Jahren war mal der bereits verstorbene Gerhard Keller Deutscher Meister im Speerwurf, aber bei Olympia war bisher noch keiner.

    TSV Webteam: Der TSV Süßen ist sehr stolz auf dich und sieht logischerweise durch dich den Namen des Vereins weitverbreitet. Siehst du dich selbst denn auch als "TSV'ler"?

    Helge Liebrich: Das ist ne gute Frage! Also früher bin ich ja beim TSV aufgewachsen und habe da geturnt aber jetzt bin ich in Stuttgart, trainiere dort jeden Tag, bin somit gar nicht mehr in Süßen und turne Bundesliga in Wetzgau bei Paul Schneider. Mit ihm verbindet mich immer noch sehr viel. Aber trotzdem, meine Mutter trainiert die Mädchen täglich in Süßen, ich komme jedes Jahr zum Staufenpokal in die TSV Halle und von daher verbindet mich schon noch einiges mit dem TSV. Auch die Sportlerehrung besuche ich ganz gerne. Dieses Jahr war sie bei Bürgermeister Lützner im Rathaus.

    TSV Webteam: Mit Firat Arslan zusammen machst du auch den Namen Süßen landesweit und auch international bekannt. Bist du darauf stolz?

    Helge Liebrich: Ja auf jeden Fall! Wenn ich gefragt werde woher ich komme, sage ich zwar Faurndau, aber jeder kennt mich nur von Süßen her.

    TSV Webteam: Beim Landesturnfest in Friedrichshafen Anfang Juli 2008 wurde dein Name an der Ehrentribühne vom Umzugsmoderator erwähnt als der TSV vorbeilief. Dieser sagte das du im Kader für die Olympischen Spiele in Peking stehst. Gibt dir so etwas Kraft und Motivation?

    Helge Liebrich: Ja klar. Ich habe erstmal kurz gestaunt als ich das gehört habe, das war schon krass und freut mich sehr.

    TSV Webteam: Wie hast du dich auf Peking vorbereitet und wie sieht derzeit dein Alltag aus?

    Helge Liebrich: Vorbereitet habe ich mich durch die Wettkampfübung zweimal pro Woche. Ansonsten einfach nur fitbleiben. Wir sind gerade in Kienbaum bei Berlin im Leistungszentrum wo wir praktisch von der Außenwelt abgeschieden sind, das liegt mitten im Wald. Unser Tag besteht aus Schlafen, Frühstück, Training, Mittagessen, Schlafen, wieder Training, Abendessen und dann wieder Schlafen. Wir waren vor 3 Wochen schon mal hier für 2 Wochen, dann fliegen wir am Freitag 25.7. nach Japan für einen Wettkampf und Abklimatisieren und Jetlag. Und dann geht's am 5. August ins Olympische Dorf nach Peking.

    TSV Webteam: Solltest du tatsächlich in Peking zum Einsatz kommen, hast du mit Fabian Hambüchen einen sehr prominenten Sportler in deiner Mannschaft, der schon bei der letzten Olympiade 2004 in Athen an den Start ging und fortan zum Popstar unter den deutschen Sportlern wurde. Wie ist dein Verhältnis zu ihm?

    Helge Liebrich: Sehr gut, der ist ein Jahr älter wie ich und das paßt vom Alter her auch. Er hat bei uns eine richtig krasse Vorbildfunktion und ist so ganz in Ordnung und locker.

    TSV Webteam: Wenn du ins Team kommen würdest, trittst du im Mehrkampf, in der Mannschaftswertung oder nur am Einzelgerät an?

    Helge Liebrich: Mehrkampf auf jeden Fall nicht, wenn dann ein paar Einzelgeräte die der Trainer festlegt. Das kommt ganz drauf an für wen ich ins Team komme.

    TSV Webteam: Magst du den Rummel wie Autogramme schreiben, Interviews geben?

    Helge Liebrich: Eigentlich nicht, nee. Der Rummel ist nicht so mein Ding.

    TSV Webteam: Aber wir hoffen dieses Interview geht ok?

    Helge Liebrich: Klaro!

    TSV Webteam: Hast du weibliche Fans?

    Helge Liebrich: Mmh, das weiß ich nicht, einen ja (meine Freundin), ansonsten nicht das ich wüßte. Und wenn ja, dann kriegen die gleich mit das ich zu meiner Lamia stehe.

    TSV Webteam: Wenn du als vorerst gesetzter Ersatzmann in Peking nicht zum Einsatz kommst, ist die nächste Olympiade 2012 in London dann dein nächstes großes Ziel?

    Helge Liebrich: So weit voraus kann man nicht vorausschauen, aber eigentlich ist es schon mein nächstes großes Ziel. Im Vordergrund steht jetzt aber erstmal mein Studium in Schwäbisch Gmünd.

    TSV Webteam: Wurdest du mit den anderen Olympiateilnehmern schon eingekleidet?

    Helge Liebrich: Nee noch nicht, aber der 2. Ersatzmann und ich wollen das morgen klären das wir das noch nachholen. Die Einkleidung ist von Adidas und dauert so ca. 3 Std mit Maßnehmen usw.

    TSV Webteam: Welche anderen Sportarten interessieren dich so? Hast du außer Turnen schon andere Sportarten betrieben?

    Helge Liebrich: Betrieben Vereinsmäßig nicht, aber ich war schon beim Göppinger Schultriathlon dabei und habe Hobbymäßig Fußballturniere mitgemacht. Als Turner ist man von der Statur her eigentlich für alle Sportarten geeignet.

    TSV Webteam: Kommst du im Leistungszentrum in Stuttgart auch mal mit VFB Spielern in Kontakt wie z.B. Mario Gomez? Oder gehst du manchmal zu VFB Spielen?

    Helge Liebrich: Kontakt habe ich tagtäglich, die VFB Rehawelt ist direkt neben uns. Beim Essen war kürzlich Ciprian Marica, Thomas Hitzelsberger, Mario Gomez usw. da. Die trifft man halt und es gibt gelegentlich nen Smalltalk. Beim Essen ist man Sportler unter sich und es kommt schon mal die Frage von denen "Wie war's Training heute" usw. Man kennt sich eben…

    TSV Webteam: Am 1. November findet wieder der Staufenpokal in der TSV Halle in Süßen statt. Bist du wieder dabei und wenn ja, wie ist das für dich von der großen Sportweltbühne raus in die kleine TSV Halle hinein?

    Helge Liebrich: Ich sag in der Halle bin ich aufgewachsen, von daher macht es mir überhaupt nichts. Und ich sage wenn ich eingeladen werde bin ich sehr gerne wieder dabei und freue mich die alten Turnkameraden wieder zu treffen.

    TSV Webteam: Was machst du nach Olympia?

    Helge Liebrich: Erstmal mache ich Urlaub, denn ich bin insgesamt 6 Wochen von meiner Freundin weg und das wird richtig hart. Und dann folgt das Studium in Schwäbisch Gmünd.

    TSV Webteam: Wo ist deine turnerische Zukunft, in Wetzgau oder in Stuttgart?

    Helge Liebrich: In Wetzgau, bei dem Verein turne ich schon seit 6 Jahren und fühle mich dort richtig wohl und es gibt keinen Grund von Wetzgau wegzugehen. Die Unterstützung dort ist echt top.

    TSV Webteam: Wir in Süßen freuen uns auf jeden Fall dich wieder zu sehn. Vielleicht machst du wieder am Fasching beim Programm vom Städtlesball des TSV mit so wie in diesem Jahr.

    Helge Liebrich: Ja wenn mich der Gerd Hesse, Michael Kröhn & Co. fragen immer wieder gerne.

    TSV Webteam: Besuchst du auch gelegentlich die TSV Homepage www.tsv-suessen.de?

    Helge Liebrich: Ja immer mal wieder, ich weiß ab und zu Bescheid über die Sachen und die Bildergalerien vom Public Viewing der Fußball EM habe ich auch gesehen.

    TSV Webteam: Letzte Frage: Schwätzt du eigentlich noch Schwäbisch?

    Helge Liebrich: Lacht... Ja man verlernt es hier schon etwas unter den ganzen Ossis, aber ich schwätze schon noch Schwäbisch- einmal Schwabe immer Schwabe!!!

    TSV Webteam: Wir wünschen dir von hier aus alles Gute, viel Glück und eine Teilnahme bei Olympia in Peking!

    Helge Liebrich: Ja Danke, vielen Herzlichen Dank! Kann ich gut gebrauchen.

     

    Das Interview führte Sportwart Thomas Koch am Mittwoch 16. Juli 2008

    Das Webteam des TSV Süßen 1893 e.V.

     

     

    Medienwirksame Verleihung des Prädikats DTB-Turn-Talentschule

    Am Stadtfestsonntag, den 13.07.2008 wurde dem Turnzentrum des TSV Süßen das schon seit Jahresbeginn erhaltene Prädikat „Turn- Talentschule“ des Deutschen Turnerbundes medienwirksam auf der Bühne des TSV Süßen übergeben. Das Stadtfest bot dabei einen überaus würdigen Rahmen und so ließ es sich STB- Vizepräsident Klaus Riegert nicht nehmen, ein paar Worte an die Süßener Bevölkerung zu verlieren.

    Der Deutsche Turnerbund hat sich mit der Vergabe dieses Prädikats zum Ziel gesetzt, die Grundlagenausbildung und professionelle Schulung des Turn-Nachwuchses im Olympischen Spitzensport in einem System der flächendeckenden Einrichtung von DTB-Turn-Talentschulen und DTB-Turnzentren sowie in der Zusammenführung der Kader der Nationalmannschaft zu forcieren. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Vereinheitlichung von Trainings- und Wettkampfkonzepte gelegt.

    Das Turnzentrum des TSV Süßen, welches damit in den Kreis erlesener Vereine im Schwäbischen Turnerbund aufgestiegen ist, wird sich zum Ziel machen, auch in Zukunft junge, hoffnungsvolle Nachwuchsturner auszubilden und in Kooperation mit dem Kunstturnforum Stuttgart weiterzuentwickeln.

     

     

    Nachruf: Wir trauern um Heidi Stuhlinger

    Nach schwerer Krankheit ist unser langjähriges Mitglied Heidi Stuhlinger unerwartet verstorben. Heidi Stuhlinger hat sich um den TSV viele Verdienste erworben. Sie hat ihren Mann Karl als Wirtschaftsführer drei Jahrzehnte lang tatkräftig unterstützt. Bis vor Kurzem betrieb sie gemeinsam mit ihrem Mann sehr erfolgreich den „Rentnertreff“ am Donnerstag. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Beileid gilt ihrer ganzen Familie.

    Die Vorstandschaft des TSV Süßen 1893 e.V.